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Diversity, zwei Portraits von Frauen im Management

Diese Woche sind mir zwei Artikel in der deutschsprachigen Presse ausgefallen - beide sind Portraits über Frauen: Brandeins portraitiert Amel Karboul - DIE HERAUSRAGENDE - Beraterin, moslemisch, Frau, braun, Tunesierin, lebt in Köln. Die andere wurde im Handelsblatt vorgestellt, DIE VIELFALTSBEAUFTRAGTE: Sie ist asiatisch, aus Singapur: Jill Lee, Diversity Managerin bei Siemens in München. Beide reden über Ihren persönlichen Weg, beide sind von einem anderen Kontinent und beide haben viel Mut, starke Frauen.

Interessant war die Bemerkung über die Ehemänner und das Familienleben. Denn die Frage ist auch: Wie macht sie das? Diversity ist keine Aufgabe von einem Individum, sondern von einer Familie - neue Perspektive für Europäer?

Jill Lee sagte: "Mein Mann nahm eine Auszeit. Wir betrachten das mehr als Familie. Wenn alle damit zufrieden sind, ist es egal, wer welche Rolle hat. In China ist es nicht unüblich, dass der Mann zuhause bleibt." Die Familie hat einen erwachsenen Sohn, der wieder zurück in Singapur ist. Sie baut ein Netzwerk für Frauen bei Siemens auf.

Amel Karboul (37) sagt: "Ich habe mir vor 10 Jahren nicht vorstellen können, einen Christen zu heiraten, einen virtuellen Kalender mit meinem Mann (Berater) zu pflegen und zwischen Kita, Coachingtermin und Yoga alles per Telefon zu organisieren." Amel hat ihr eigenes Netzwerk aufgebaut.

Beide Profile machen Mut.

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