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Frauen in die Aufsichtsräte - Thema wird in Deutschland aktiv

Martine Herpers ist Mitglied bei EWMD in Nürnberg und hat die "Nürnberger Resolution" ins Leben gerufen. Mehr dazu
http://www.nuernberger-resolution.de/pageID_6808773.html

Beitrag HB: Heute empfängt SPD-Chef Franz Müntefering in der Berliner Parteizentrale weibliche Führungskräfte aus der Wirtschaft, die ihm die "Nürnberger Resolution" überreichen werden. Darin fordert die private Initiative, dass bis 2013 mindestens 40 Prozent der Aufsichtsräte Frauen sein müssen. Für männliche wie weibliche Aufsichtsräte sollen klar definierte Qualitätsstandards gelten. Den Anteil der Frauen in Führungspositionen wollen sie mit Hilfe eines Gleichstellungsgesetzes erhöhen. Zu den politischen Unterstützern gehören die ehemalige Frauenministerin Renate Schmidt (SPD) sowie die ehemalige Bundestagspräsidentin, Rita Süssmuth (CDU).

"Wir brauchen ein moderates Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft", sagt Schmidt. Es solle angelehnt werden, an die Regeln im öffentlichen Dienst. "Wir haben schmerzhaft feststellen müssen, dass freiwillige Vereinbarungen nicht weiterhelfen", sagt die Initiatorin, Martine Herpers, Managerin beim Erlanger Softwareunternehmens Elektrobit. "Viele machen sich irgendwann aus Frust selbständig." Herpers hofft auch auf die Union: Frauenministerin Ursula von der Leyen erhält die Resolution auch.

Größere Chancen bestehen aber bei der SPD: Bereits Anfang März hatte die Bundestagsfraktion bereits eine Frauenquote wie in Norwegen verlangt, wo 40 Prozent der Aufsichtsräte weiblich sein müssen. "In Deutschland sollten wir uns das auch trauen", sagt Hans-Peter Bartels, Mitglied der SPD-Grundwertekommission. "Vielleicht mit einer Übergangsfrist von zehn Jahren."
Beitrag Handelsblatt 17.03.2009


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