Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg 2016

Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg 2016

Die VHH-Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein in der Kategorie “Großunternehmen” und die Hamburger Feuerkasse in der Kategorie “kleines und mittelgroßes Unternehmen” haben den Helga-Stödter-Preis für Mixed Leadership gewonnen.

Damit zeichnen die Handelskammer Hamburg und die Helga-Stödter-Stiftung zum fünften Mal Hamburger Unternehmen aus, die sich vorbildlich und nachhaltig für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen. Von Beginn an unterstützt EWMD Deutschland e.V. – European Women´s Management Development International Network die Helga Stödter-Stiftung. Rena Bargsten, EWMD Hamburg ist Mitglied der Jury.

Die Veranstaltung fand wieder in festlichem Rahmen im voll besetzten Albert-Schäfer-Saal der Handelskammer statt. Die Moderatorin Julia Niharika Sen führte professionell durch das Programm.

Manns genug für mehr Frauen?
Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer zog in seiner Rede vor 250 Gästen eine Zwischenbilanz nach einem Jahr Frauenquote und kritisierte, dass der “erhoffte Durchbruch bislang ausgeblieben” sei. Dies gelte weniger für die Aufsichtsrats-mandate als vor allem für die Vorstände und oberen Führungsetagen: “Ein großer Teil der Konzern- und Unternehmensleitungen der großen deutschen Firmen identifiziert sich nicht mit der Quote und erfüllt die gesetzlichen Vorgaben nur minimalistisch”, bemängelte Melsheimer. Um dies zu ändern, müsse an den “Karrieresystemen” gearbeitet werden: “Jobsharing in Führungspositionen, Führung in Teilzeit, Home Office, die Verpflichtung, bei Bewerbungen auch Frauen auf die Shortlists zu setzen, Mentoringprogramme – all das zusammengenommen weist in die richtige Richtung.” Und natürlich müsse auch die Betreuungsinfrastruktur stimmen – in den Kitas, aber auch in den Unternehmen selbst.

Den Festvortrag hielt Heinz Brandt, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) zum Thema:
„Was fehlt noch? Die HHLA auf dem Weg zu Mixed Leadership – Bericht aus einer traditionell männlich geprägten Branche“

Die Sieger:
Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein
Das Unternehmen hat bei dem erfolgreichen Prozess, Frauen in Führung zu bringen, unter anderem bei den Betriebsleitern den Frauenanteil deutlich erhöht. Überdies gibt es laut Jury diverse Maßnahmen zur Förderung qualifizierter Frauen: Die Personalakquise wurde gezielt auf Frauen ausgerichtet, und es gibt spezielle Weiterbildungs- sowie Coachingangebote für Frauen. Darüberhinaus sind Jobsharing, Führung in Teilzeit, Teilzeitausbildung, flexible Arbeitszeiten sowie Home Office möglich.

Hamburger Feuerkasse
Bei der Feuerkasse lobten die Juroren das konsistente Konzept und die strategische Ausrichtung des Gesamtkonzerns zur “proaktiven Förderung von Frauen in Führung”, die Gründung eines Frauennetzwerkes sowie Mentoringprogramme für Abteilungs-leiterinnen und Mitarbeiterinnen. Innerhalb des Provinzial NordWest Konzerns seien von der Hamburger Feuerkasse viele Impulse zur konkreten Umsetzung von “Mixed Leadership” ausgegangen.

Der Abend wurde musikalisch begleitet von MAX AND FRIENDS mit der Sängerin Jessica Mears.

Margit Budde

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